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Sehr geehrte Damen und Herren,
in diesem Newsletter erfahren Sie, was Einsiedlerkrebse mit persönlichem Wachstum zu tun haben und warum manche Forscher erst auf die Nase fallen müssen, bevor sie für Ihre Entdeckungen den Nobelpreis bekommen. Der Buch- tipp befasst sich mit einem ungewöhnlichen Testament, dass dann glücklicherweise doch nur ein Vermächtnis wurde.

mit herzlichem Gruß
Lutz Herkenrath
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Das Zwickmühle des Einsiedlerkrebses

Jetzt im Urlaub sind sie wieder überall in südlichen Gefilden am Strand zu beobachten: Die kleinen Krebse, die ein Schneckenhaus mit sich herum schleppen. Dieses geliehene Haus ist überlebensnotwendig für sie, da sie zwar vorne wie ein „ordentlicher“ Krebs mit Scheren und Panzer ausgestattet sind, ihr Hinterteil aber sehr weich ist - da fehlt die harte Schicht. Und auf dieses Hinterteil haben ihre natürlichen Fressfeinde großen Appetit. So behelfen sich die Krebse mit einem abgelegten Schneckenhaus, das schützt sie vor Angriffen.

Nun gibt es aber ein Problem. Der Einsiedlerkrebs wächst, und mit ihm sein Hinterteil; das Schneckenhaus aber wächst nicht mit. Und irgendwann steht der Krebs vor einem großen Dilemma: Entweder er findet ein neues größeres Haus und zieht um. Mit der berechtigten Gefahr, dass seine Feinde ihn beim Umzug verletzen oder sogar töten. Oder er stirbt, weil er an seinem eigenen Wachstum erstickt.

Für mich ist das eine hilfreiche Analogie. In jeder Veränderungsphase gibt es diesen schwankenden, schwierigen Moment: Noch nicht ganz im Neuen ange-  kommen, aber die alten Zelte sind schon verlassen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht; ich bekomme da regelmäßig feuchte Hände. Und doch weiß ich - wie der Krebs - dass ich mein Unbehagen nur dann vermeiden kann, wenn ich auf das Wachstum verzichte. Und das will ich nicht! Also nehme ich das Wackeln, das Zittern und den beschleunigten Puls in Kauf, getreu dem Motto: "Mehr als schiefgehen kann es nicht."

Der Gedanke an die kleinen Tiere, die ein ähnliches Problem offensichtlich gut gelöst bekommen, macht mir Mut. ich bin schon groß, ich kann das auch.
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Der verspätete Nobelpreis

1983, Brüssel: Dr. Barry Marshall aus Australien, hält auf dem internationalen Ärztekongress den Vortrag seines Lebens. Es ist eine Sensation und das weiß er. Er hat entdeckt, dass Magenentzündungen eine bakterielle Ursache haben und mit Antibiotika ganz leicht zu behandeln sind. Ein Segen für einen großen Teil der Menschheit. Der Rest der Fachwelt war sich bisher einig: Die schmerzhaften Magenentzündungen sind fast nicht zu behandeln, denn ihre Ursachen liegen in der Psyche des Patienten verborgen. Weniger Stress, mehr Sport. Diese These hat Marshall jetzt als finsteren Aberglauben, als lächerlichen Fehler entlarvt. Er wartet mit einer sensationellen Neuigkeit auf. Den Nobelpreis gab es schon für unbedeutendere Entdeckungen. Der Saal ist brechend voll.

Aber das Publikum hört ihm schon nach wenigen Minuten nicht mehr zu, wendet sich von ihm ab. Was war geschehen? Der junge Arzt hatte sich mit dem Feuereifer eines Fanatikers ins Gefecht geworfen und dabei völlig sein Publikum vergessen. Er war sich sicher, dass er die Welt retten konnte und ließ das auch alle wissen. Das brüskierte Publikum hörte ihm nicht mehr zu; fortan galt er in Fachkreisen als Großschwätzer und gewann als Mann „mit fehlender Bescheidenheit“ vergifteten Ruhm. Es sollte ganze 20 Jahre dauern, bis seine Entdeckung anerkannt war und er für sie tatsächlich den Nobelpreis erhielt.

Ein sensationeller Inhalt alleine reicht also nicht aus, um die Botschaft unter die Menschen zu bringen. Mag die Erkenntnis noch so bestechend sein, darf die “Verpackung” niemals vergessen werden. Merke: Gute Rhetorik ist guter Inhalt und gute Verpackung. Hätte Dr. Marshall das beherzigt, wäre ihm die so schmerzlich erlebte Ablehnung durch seine Kollegen vielleicht erspart geblieben.

Zitiert mit freundlicher Empfehlung aus: thekish-experience.com/page/blog
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Die Buchempfehlung:

Quintessenzen – Überlebenskunst für Anfänger

von Sven Böttcher

Ludwig-Verlag  € 16,99

Da erkrankt ein bekannter (nicht
berühmter, aber bekannter) Drehbuch-
autor an Multipler Sklerose, bekommt von seinen Ärzten die Diagnose, dass er seinen nächsten Anfall wahrscheinlich nicht überleben wird, bricht sämtliche Film- und sonstige Arbeitsprojekte ab, konzentriert sich darauf gesund zu werden (fern ab von schulmedizinischen Pfaden) und verspricht seinen drei Töchtern eine Zusammenfassung der wesentlichen Dinge des Lebens, zu lesen nach dem jeweiligen 18. Geburtstag: „Für den Fall, dass ich in den entscheidenden Momenten Eures Lebens unentschuldigt fehlen werde.“

Wird – unwahrscheinlich genug -  wieder gesund, meldet sich 2009 als arbeits-
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fähig wieder zurück und landet, nachdem hartnäckige Freunde ihn bedrängt haben, diesen Text nicht nur seinen Töchtern Lisa, Emma und Katharina sondern auch Freunden und Freunden von Freunden zur Verfügung zu stellen, einen Bestseller. Klingt unwahrscheinlich, klingt nach übertriebenem Drehbuch – und ist doch eine wahre Geschichte.
Sven Böttcher bringt die elementaren Dinge auf den Punkt, unterhaltsam, mit klarem Blick und immer so knapp wie möglich. Blitzgescheit, belesen und von einer inneren Gelassenheit, die mich erstaunt. Zum Glück nur ein Vermächtnis – und nicht sein Testament. Da versteht einer etwas vom Leben und vom Schreiben. Das ist in dieser Kombination nicht so häufig und deshalb ein ausgesprochenes Glück.

Nähere Infos finden Sie hier.
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Lutz Herkenrath on tour

25. & 26.9. Seminar Die Peperoni-Strategie in Bonn.
Weitere Infos finden Sie hier.

14. & 15.10. Seminar Böse Mädchen kommen in die Chefetage in Stuttgart. Weitere Infos finden Sie hier.

16. & 17.10. Seminar Die Peperoni-Strategie in Esslingen. Weitere Infos finden Sie hier.

23.10. Vortrag Das E.I.N. Prinzip - Emotionen bewegen die Welt in der Reihe Detmolder Erfolgsgeheimnisse 2014 in Detmold. Weitere Infos finden Sie hier.

13. & 14.11. Seminar Die Peperoni-Strategie in Essen.
Weitere Infos finden Sie hier.

20. & 21.11. Seminar Die Peperoni-Strategie in München.
Weitere Infos finden Sie hier.



Mehr Termine erfahren Sie unter www.lutzherkenrath.de 
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Das Zitat des Monats: 

Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. (Karl Valentin)
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